Stadt Langenfeld

Die Stadt Langenfeld liegt günstig zwischen den großen Städten Köln und Düsseldorf an der Autobahn A3 und der Bundesstraße B8. Langenfeld ist aus den beiden bergischen Kirchspielen Richrath und Reusrath entstanden. Urkundlich erwähnt wurde Richrath erstmals um 1090.

Zur Geschichte unserer Kolpingfamilie.

Die Chronik unserer Kolpingfamilie ist durch zwei Zeitabschnitte geprägt: einmal durch die Zeit von der Gründung des kath. Gesellenvereins Langenfeld-Immigrath im Jahre 1930 bis zum Jahre 1955. Zum zweiten durch die Zeit von 1955 bis heute, wobei die Umbenennung des Gesellenvereins in Kolpingfamilie verdeutlicht, dass entsprechend der gesellschaftlichen Entwicklung immer weniger Mitglieder aus der Handwerkerschaft kommen. Während bis in die Nachkriegszeit hinein die weitaus meisten Mitglieder Handwerksgesellen waren, kommen die heutigen Mitglieder aus allen Berufssparten.

Am 8. April 1930 gründeten 35 junge Männer unter der Schirmherrschaft des Opladener Gesellenpräses, Herrn Vikar Strauch, den "Katholischen Gesellenverein Langenfeld-Immigrath," dessen erster Präses der an St. Josef tätige Peter Josef Franken war. Viele Langenfelder Bürger und erst recht Mitglieder der Gesellenvereine des Dekanates Opladen nahmen am 25. Mai 1930 mit lebhaftem Interesse an der kirchlichen und an der anschließend weltlichen Gründungsfeier in der damaligen Wilhelmshalle teil.

Das Bild zeigt die Gründer unserer Kolpingfamilie im Jahre 1930:

Alex Baron. Hugo Baron, Robert Bolz, Hermann Bormacher, Josef Clemens, Heinz Gatzen,Willi Gatzen, Mathias Gerresheim, Fritz Heinrichs, Karl Held, Josef Hermanns, Fritz Heyer,Fritz Hölzer, Hermann Hölzer, Peter Horkenbach, Wilhelm Horkenbach, Willi Keller, Johann Kierdorf, Fritz Klein, Adolf Koch, Karl Kramme, Josef Langen, Peter Leipertz, Josef Mock, Hans Noeres, Walter Plesser, Adam Schoenen, Toni Schobhofen, Josef Spanner, Josef Spielmann, Albert Stamm, Heinrich Vogel, Hermann Wallbrecher, Fritz Wilken, Harry Wolter.

Die Arbeit der Kolpingsöhne zielte in den ersten Jahren hauptsächlich darauf ab, neue Mitglieder zu gewinnen und eine echte Gemeinschaft aufzubauen und zu festigen. Mit dem Beginn der nationalsozialistischen Diktatur im Jahre 1933 wurde die Tätigkeit des Vereins sehr erschwert. In dieser Zeit konnten Versammlungen nur im privaten Bereich hinter verschlossenen Türen stattfinden. Durch die Einberufung der meisten Kolpingsöhne zum Militärdienst im Jahre 1939 hörte das Vereinsleben völlig auf. Nur sporadisch trafen sich derjenigen, die das Glück hatten, in der Heimat zu bleiben.

Schon im Herbst 1945 versuchte Senior Robert Bolz, unsere Gemeinschaft durch neue Impulse zu aktivieren. Die aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrten Mitglieder fühlten sich schon bald bei ihren alten Freunden geborgen. Das Vereinsleben entwickelte sich den Zeitverhältnissen entsprechend langsam, doch stetig aufwärts. Unsere Kolpingfamilie zählte im Jahre ihres Silberjubiläums 1955 ca. 85 Mitglieder.

Das vorstehende Bild wurde am 24.4.1955 vor dem Hauptportal der St. Josefs Kirche aufgenommen.

Leider ist es unserer Kolpingfamilie bis heute nicht gelungen, eine dauerhafte Jungkolpinggruppe zu installieren. Ansätze von 1957 bis 1966 sowie in den 80er Jahren schlugen fehl. Erfreulicherweise konnten wir aber am 9. Mai 1981 sechs Frauen in unsere Kolpingfamilie aufnehmen.

Aus dem festlichen Anlass des 50 jährigen Bestehens unserer Kolpingfamilie feierte am 17. Mai 1980 der Diözesanpräses Kaplan Daniels in Konzelebration mit unserem damaligen Präses Pfarrer Anthe und dem ehemaligen Präses Prälat Derda die heilige Messe in unserer Pfarrkirche. Anschließend fand eine Feierstunde im Pfarrsaal statt. Unserer damaliger Vorsitzender Paul Bergmeister begrüßte zu dieser Feier Vertreter des Rates und der Verwaltung, Bürgermeister Litterscheidt, Stadtdirektor Dr. Honert, Landrat Müser, Diözesanpräses Daniels, Präses Pfarrer Anthe, die Pfarrer der Nachbarkirchengemeinden, die Vertreter befreundeter Kolpingfamilien sowie die Vertreter der Pfarrvereine aus Langenfeld.

Eine Gruppe aus der Kolpingfamilie zeigte das Leben und Wirken Adolph Kolpings in Wechselgesprächen unter dem Motto: "Kolping gestern - heute - und morgen" auf. Unserer damaliger Präses Pfarrer Anthe charakterisierte das Leben in unserer Kolpingfamilie zum 50-jährigen Bestehen mit folgenden Feststellungen: "Immer wieder lesen Sie in den Pfarrnachrichten von unserer Kolpingfamilie. Ein Vortragsabend findet statt, sie wallfahrtet zur Minoritenkirche in Köln, sie lädt zum Tanz in den Mai ein und vieles andere mehr. Nichts Spektakuläres, keine Demonstration, kein Skandal. In den 12 Jahren, die ich hier bin, kommt sie Dienstag für Dienstag zusammen. Das ist etwas! ... Früher hat man vor allem auf die Themen geschaut, die eine Gruppe wie die Kolpingfamilie an ihren Dienstagabenden behandelt. Heute weiß jeder, dass das immer nur die eine Seite der Medaille ist, dass die andere Seite, nämlich das persönliche Zusammentreffen, mindestens genau so wichtig ist."

Dieses Bild entstand am Kolpinggedenktag im Dezember 1979.

In der von Pfarrer Anthe skizzierten Form finden auch heute noch jeden Dienstagabend die Zusammenkünfte unserer Kolpingfamilie statt. Bildungsveranstaltungen zu den verschiedensten Wissensbereichen wechseln mit Unterhaltungsabenden ab, die vor allem dem persönlichen Gespräch dienen. Ergänzt werden diese wöchentlichen Veranstaltungen durch weitere Aktivitäten wie regelmäßige Fahrradtouren und Wanderungen, Skatturniere und Kegelabende. Die Kolpingfamilie Langenfeld gehört zum Diözesanverband Köln. Mit den Schaltflächen können Sie zu weiteren Adressen des Deutschen Kolpingwerkes und den Pfarrbezirken von Langenfeld-Nord bzw. Langenfeld-Süd gelangen.

Auf unserer Mitgliederversammlung am 2. Februar 2010 haben wir uns umbenannt und zwar in „Kolpingfamilie Langenfeld/Rhld.“ Durch diesen Namen möchten wir der Reform der Gemeindestruktur durch Fusion aller Pfarrgemeinden in Langenfeld Rechnung tragen und verdeutlichen, dass wir für alle Christen in Langenfeld offen sind.